Die Sterndeuter überbrachten dem neugeborenen Messias, dem König der Juden, wahrhaft königliche Geschenke: Gold und edles Räucherwerk - Weihrauch und Myrrhe - die kostbarsten Dinge, die man sich damals vorstellen konnte. Das vom Weihrauchbaum gewonnene Harz (Olibanum) hat seit Menschengedenken eine besondere Bedeutung. Schon im alten Ägypten wurde es für kultische Zwecke und zur Mumifizierung herausragender Personen verwendet.
Auch bei den Römern hatte Weihrauch eine besondere Bedeutung. Sie sandten damit ihre Wünsche und Anliegen zum Götterhimmel, „per fumum“, also mit Rauch, wovon sich das Wort Parfüm ableitet. Weihrauch stand von jeher für Heiliges und Sinnlichkeit, für Reinigung und Heilung.
Seit mehr als 4000 Jahren erntet man an den Küsten Arabiens das Harz des Weihrauchbaums, in dem man ihn an Stamm und Ästen anritzt. Es braucht mehrere Erntevorgänge, bis das Harz die gewünschte Qualität hat. Je nach Alter des Baumes können drei bis zehn Kilogramm geerntet werden. Von den Weihrauchwäldchen Arabiens brachte man das Harz nach Südeuropa und nach Indien. Die Weihrauchstraße zwischen Ägypten und dem indischen Subkontinent war - lange vor der Seidenstraße - die wichtigste Handelsroute im Altertum.
Die Verwendung von Weihrauch im Christentum hat mehrere Wurzeln. Sie hat ihren Vorläufer im Tempelkult der Israeliten, die neben den Schlacht- und Speiseopfern zweimal am Tag auch Weihrauchopfer verbrannten. Der aromatisch duftende Rauch, der beim Verglühen entsteht, wirkt desinfizierend und reinigend.
Im Römischen Götterkult ersetzte der Weihrauch mehr und mehr die anderen Opfergaben.
Außerdem wurde dem Kaiser stets Weihrauch vorangetragen, als Zeichen der Huldigung, aber auch, um schlechte Gerüche zu verdrängen und fern zu halten.
Viele römische Kaiser ließen sich als „Herr und Gott“ verehren. Bei den frühen Heidenchristen stand dagegen die göttliche Verehrung von Jesus Christus im Vordergrund. Aus diesem Grunde wurde der Weihrauch in der urchristlichen Liturgie zunächst nur bei Begräbnisfeiern verwendet. Erst im Lauf der Zeit fanden der Weihrauch und andere Elemente des römischen Kaiserkultes Einzug in den christlichen Gottesdienst. Ausschlaggebend war die Förderung und Formung des Christentums durch Kaiser Konstantin.
Außerdem war der Weihrauch nach den antiken Vorstellungen wertvolles Heil- mittel und galt deshalb auch als heilig. Der griechische Arzt Dioscurides schreibt ihm im ersten Jahrhundert vielfältige Wirkungen zu: Heilen von Wunden, Stillen von Blutungen, sowie Beseitigung von Warzen und Geschwüren. In China wird der Weihrauch bis heute als Lepra-, Haut- und Hustenmittel eingesetzt und in Indien bei Bronchitis, Lungen- entzündung, Fieber und Epilepsie. Außerdem wirkt Weihrauch auch anregend, angstlösend und gegen Depression. Bis heute finden Extrakte aus Weihrauch in der modernen Medizin Anwendung, beispielsweise bei Rheuma, bei Multipler Sklerose, verschiedenen Entzündungen, Schuppenflechte oder Asthma. Auch in der Parfüm-industrie kommen die Duftstoffe aus Weihrauch häufig zum Einsatz.
In der katholischen Liturgie wird Weihrauch vor allem in der Messe und im Stundengebet bei Laudes und Vesper verwendet, wenn sie feierlich zelebriert werden. Daneben auch zur Verehrung der Eucharistie bei Prozessionen oder Andachten. Die eucharistischen Gaben, sowie alle Christussymbole (Altar, Evangeliar, Altarkreuz, Krippe und Osterkerze, Prie-ster und Gottesvolk) werden mit dem Weihrauchfass inzensiert. Bei einer Begräbnisfeier werden auch der Sarg und das offene Grab mit dem Sarg darin inzensiert, mit den Worten „Dein Leib war Gottes Tempel. Der Herr schenke Dir ewige Freude.“ Symbolisch steht der Weihrauch immer für Reinigung, Verehrung und Gebet. Nach Psalm 141 und weiteren Bibelstellen bezeichnet er auch das zu Gott aufsteigende Gebet der Gläubigen. Die mindestens seit 1570 geltende Vorschrift, im Hochamt Weihrauch verwenden zu müssen, machte den Weihrauch zu einem zentralen Merkmal der Festlichkeit.
Die katholische Liturgie macht mit der Weihrauchverwendung zudem deutlich, dass der Mensch eine Geist-Leib-Seele-Einheit ist. Der Gottesdienst ist nicht allein eine Verstandessache, sondern er soll alle Sinne ansprechen (besonders auch Auge und Geruchssinn). Weil Gottes Wort in Jesus Christus Mensch geworden ist, muss sich auch der Gottesdienst leiblich erfahrbar ausdrücken. Weihrauch gilt daher auch als ein Zeichen der Gegenwart Gottes bzw. des Wehens des Heiligen Geistes. Durch den Weihrauch soll unterstrichen werden, dass Jesus Christus als wahrer Gott und wahrer Mensch in den äußeren Zeichen von Brot und Wein gegenwärtig ist. Die orthodoxe Liturgie bezeichnet den Weihrauch als den „Duft des Himmels“. Nach alter orientalisch-christlicher Vorstellung ist eine Gottesbegegnung stets mit einem Dufterlebnis verbunden. Daher ist der Weihrauch also ein Vorgeschmack auf Gottes himmlische Herrlichkeit.
Kaplan Andreas Demel
Alle 50 Teilnehmer können von einer wunderbaren Krippenfahrt ins mittelschwäbische Krumbach erzählen. Dank der reibungslosen Organisation durch unseren Kaplan Andreas Demel mit örtlicher Unterstützung seines Vaters, erlebten wir einen außergewöhnlichen Tag.
Da ja jede Region eine etwas andere Darstellungsweise der Krippen hat, waren die besuchten Krippen äußerst interessant. In dieser schwäbischen Gegend werden vor allem sogenannte Simultankrippen gezeigt, das heißt, möglichst viele Szenen und Situationen aus dem Leben Jesu (oder auch aus dem Alten Testament) sind in einer großen Krippe gleichzeitig aufgestellt. (Z.B. Mariae Verkündigung, Herbergsuche, Verkündigung an die Hirten, Anbetung der Hirten, Anbetung der Könige, Flucht nach Ägypten, Kindermord, der zwölfjährige Jesus im Tempel, die Taufe Jesu und die Hochzeit zu Kanaa).
Die meisten Figuren wurden von einheimischen Schnitzern zum Teil bis vor dem 1. Weltkrieg geschaffen. Die Söhne oder Enkel bauen die Krippen dann jedes Jahr neu auf, und das meist in der Wohnung, oft in der Küche oder im Wohnzimmer. Eine besonders schöne Geste der dortigen "Krippeler" ist, dass sie interessierte Besucher in ihre Privathäuser einlassen. Selbst wenn da 50 Personen in der Wohnung sind, konnte man eine besondere Atmosphäre spüren. Die Begeisterung über die gezeigten, meist recht großen Krippen wurde noch unterstrichen durch die Freude der Eigentümer und unserem großen Interesse auch für Einzelheiten. Die Eigentümer der Krippen erzählten uns auch Details über die Entstehung ihrer Krippen, wie lange sie zum Auf- und Abbauen brauchen und wie sie in der Krippenzeit ihr Leben etwas einschränken müssen.
Sehr interessant waren auch die Erläuterungen von Herrn Kober aus Unterbleichen, der mit weit über 70 Jahren die Einzelheiten seiner sehr großen Krippe vom Paradies angefangen über Josef in Ägypten und Mose (brennender Dornbusch) bis hin zur Kreuzigung und Auferstehung in schwäbischer Mundart erklärte und nacherzählte.
Der Höhepunkt der Fahrt aber war die Kirchenkrippe in der Wallfahrtskirche Matzenhofen. Dort wurde im ganzen Altarraum eine Krippenlandschaft aufgebaut. Dieses Krippengelände bietet Platz für über 100 Figuren der sizilianischen Künstlerin Angela Tripi. Diese Figuren (alles Unikate) bringen durch ihren Gesichtsausdruck und ihre lebensnahen Gesten das weihnachtliche Geschehen sehr lebendig und voll Bewegung zum Ausdruck.
Wir möchten deshalb unserem Kaplan Andreas Demel recht herzlich für diesen schönen Tag danken und mit dem Vers aus einem Hymnus nochmal auf die Simultankrippen hinweisen: "Der am Holz des Kreuzes starb, ist vorher schon im Holz der Krippe geboren."
Manfred Bögl
Ein musikalischer Weg von der Geburt Jesu bis Mariä Lichtmeß – das war der Inhalt des 1. Alpenländischen Dreikönigsingens in der Weilheimer Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt am 5. Januar 2012. Rund 200 Zuhörer waren in den frühen Abendstunde in die weihnachtlich geschmückte Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Weilheim gekommen, um eine besinnliche Stunde mitzuerleben. In vier Teile war das Singen eingeteilt: Das Kind in der Krippe – das Neue Jahr – Heilig Drei König – Mariä Lichtmeß. Gernot Scheu trug zu den einzelnen Abschnitten eigene, passende Texte vor.
Den musikalischen Teil gestalteten abwechselnd die von Irmi Neumaier eingeladenen Musikgruppen - die Oberhausener Alphornbläser, die Weilheimer Sängerinnen die Ammertaler Hausmusik und der Ammerseeer Viergsang. Die Musikanten zeigten sehr eindrucksvoll, wie schön bayerische geistliche Musik ist. Die Lieder, durchwegs glockenrein und schlicht vorgetragen, die Instrumentalstücke dazu passend ausgewählt – das ging unter die Haut. Der gesamte weihnachtliche Festkreis wurde den Zuhörern fast bildhaft ins Gedächtnis gerufen.
"Wolferl, host scho aussigschaut" war das Eröffnungslied der Weilheimer Sängerinnen, nachdem die Oberhausener Alphornbläser ihr Eröffnungsstück gespielt und Pfarrer Dr. Lindl die Besucher und die Mitwirkenden mit sehr einfühlsamen und zum Nachdenken einladender Worten begrüßt hatten.Ihr Lied gzeigte die Freude der Hirten, die vor der Krippe angekommen waren. Auch der Ammerseeer Viergsang beschrieb in seinem Lied „Geh, Brüada, wißt's es, wias ogfanga hod“ die Gefühle der Hirten über die Botschaft von der Geburt Jesu . Das neue Jahr begrüßten die Weilheimer Sängerinnen mit ihrem Lied " Werst mia Liacht oiwei sei". Mit dem Lied "Dort hintn beim Oachlbaam" leitete der Ammerseeer Viergsang das Thema Heilig Dreikönig ein; - vom Sprecher eindrucksvoll erklärt, welchen biblischen und geschichtlichen Hintergrund dieses Fest hat Die Sternsinger von Mariae Himmelfahrt haben den Zuhörern auch ihre Aufwartung gemacht und die Segenswünsche überbracht.
Die Ammertaler Hausmusik wusste mit ernstem, eindringlichem Klang, aber auch heiter-beschwingt die Lieder und Texte zu umrahmen. Die weichen Klänge der Alphörner, sehr einfühlsam gespielt von den drei Bläsern, gaben diesem Ensemble ihre besondere Note.
Einer guten Sitte folgend wurde auch die Hörergemeinde in die Gestaltung dieses Dreikönigsingens mit eingebunden., indem sie zwei Lieder mitsang. Das Schlusslied des Ammerseeer Viergsangs, "du schöne Morgenröt" leitete über in die Schluß- und Dankesworte von Pfarrer Ulrich Lindl, mit denen er den Zuhörern Mut machte das neue Jahr positiv anzunehmen. Bevor zum Ausklang noch einmal die Alphornbläser und die Glocken der Stadtpfarrkirche die Besucher auf ihrem Heimweg begleiteten, wurde im gemeinsamen "Gegrüßet seist du Maria" der Schutzpatronin der Stadtpfarrkirche, gehuldigt und anschließend der Segen von Pfarrer Ulrich Lindl gespendet.
„Der Glaube kann nicht sterben“, wurde aus den Texten von Gernot Scheu deutlich. Auf das Dreikönigsingen bezogen, kann man vermerken: So interpretiert kann Volksmusik nicht sterben. Erfreulich war zudem, daß die Mitwirkenden die Spenden für die Mitfinanzierung der Erweiterung der Krippe des Kinderhauses von Mariae Himmelfahrt in Weilheim zur Verfügung stellen.
Alpenländische Musik zum Nachdenken
Ein musikalischer Weg von der Geburt Jesu bis Mariä Lichtmeß – das war der Inhalt des 1. Alpenländischen Dreikönigsingens in der Weilheimer Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt am 5. Januar 2012.
Rund 200 Zuhörer waren in den frühen Abendstunde in die weihnachtlich geschmückte Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Weilheim gekommen, um eine besinnliche Stunde mitzuerleben.
In vier Teile war das Singen eingeteilt: Das Kind in der Krippe – das Neue Jahr – Heilig Drei König – Mariä Lichtmeß. Gernot Scheu trug zu den einzelnen Abschnitten eigene, passende Texte vor.
Den musikalischen Part gestalteten abwechselnd die von Irmi Neumaier eingeladenen Musikgruppen - die Oberhausener Alphornbläser, die Weilheimer Sängerinnen die Ammertaler Hausmusik und der Ammerseeer Viergsang,
Die Musikanten zeigten sehr eindrucksvoll, wie schön bayerische geistliche Musik ist. Die Lieder, durchwegs glockenrein und schlicht vorgetragen, die Instrumentalstücke dazu passend ausgewählt – das ging unter die Haut.
Der gesamte weihnachtliche Festkreis wurde den Zuhörern fast bildhaft ins Gedächtnis gerufen.
"Wo.lferl, host scho aussigschaut" war das Eröffnungslied der Weilheimer Sängerinnen, nachdem die Oberhausener Alphornbläser ihr Eröffnungsstück gespielt und Pfarrer Dr. Lindl die Besucher und die Mitwirkenden mit sehr einfühlsamen und zum Nachdenken einladender Worten begrüßt hatten.Ihr Lied gzeigte die Freude der Hirten, die vor der Krippe angekommen waren. Auch der Ammerseeer Viergsang beschrieb in seinem Lied „Geh, Brüada, wißt's es, wias ogfanga hod“ die Gefühle der Hirten über die Botschaft von der Geburt Jesu . Das neue Jahr begrüßten die Weilheimer Sängerinnen mit ihrem Lied " Werst mia Liacht oiwei sei". Mit dem Lied "Dort hintn beim Oachlbaam" leitete der Ammerseeer Viergsang das Thema Heilig Dreikönig ein; - vom Sprecher eindrucksvoll erklärt, welchen biblischen und geschichtlichen Hintergrund dieses Fest hat Die Sternsinger von Mariae Himmelfahrt haben den Zuhörern auch ihre Aufwartung gemacht und die Segenswünsche überbracht.
Die Ammertaler Hausmusik wusste mit ernstem, eindringlichem Klang, aber auch heiter-beschwingt die Lieder und Texte zu umrahmen. Die weichen Klänge der Alphörner, sehr einfühlsam gespielt von den drei Bläsern, gaben diesem Ensemble ihre besondere Note.
Einer guten Sitte folgend wurde auch die Hörergemeinde in die Gestaltung dieses Dreikönigsingens mit eingebunden., indem sie zwei Lieder mitsang
Das Schlusslied des Ammerseeer Viergsangs, " du schöne Morgenröt, "leitete über in die Schluß- und Dankesworte von Pfarrer Dr. Lindl, mit denen er den Zuhörern Mut machte, das neue Jahr positiv anzunehmen.. Bevor zum Ausklang noch einmal die Alphornbläser und die Glocken der Stadtpfarrkirche die Besucher auf ihrem Heimweg begleiteten, wurde im gemeinsamen "Gegrüßet seist du Maria" der Schutzpatronin der Stadtpfarrkirche gehuldigt und anschließend der Segen von Pfarrer Dr. Lindl gespendet.
„Der Glaube kann nicht sterben“, wurde aus den Texten von Gernot Scheu deutlich. Auf das Dreikönigsingen bezogen, kann man vermerken: So interpretiert kann Volksmusik nicht sterben ....
Erfreulich war zudem, daß die Mitwirkenden die Spenden für die Mitfinanzierung der Erweiterung der Krippe des Kinderhauses von Mariae Himmelfahrt in Weilheim zur Verfügung stellen.
Gernot Scheu
RÜCKBLICK AUF DAS ERSTE CHRISTKINDLSUCHEN IN UNTERHAUSEN: Über sechzig Personen, Kinder,Eltern und Großeltern waren am 1. Weihnachtsfeiertag der Einladung des Pfarrgemeinderates der Pfarrei Mariä Heimsuchung Unterhausen gefolgt und hatten sich aufgemacht, das Christkindl zu suchen. Angeführt vom Stern von Bethlehem und dem Hirten Simon, der auf der Suche nach seinem verlorenen Schäfchen war, ging es mit weihnachtlichen Liedern und Geschichten vom Pfarrheim durch das Dorf zum Gemeindewald. Dort lag unter einer riesigen Tanne, die mit Hunderten von Lichtern stimmungsvoll geschmückt war, das Christkind in einer Krippe und nun auch der Hirte Simon sein Schäflein wieder gefunden hat
Pfarrer Ulrich Lindl, der sich auch mit auf den Weg gemacht hatte, segnete die Kinder an der Krippe. Am Lagerfeuer und bei einer Tasse Glühwein und dem Lied "Stille Nacht heilige Nacht", das wunderschön vom Tenor Volker Bengl vorgetragen wurde, verbreitete sich nochmals schöne Weihnachtstimmung.
DAS WEIHNACHTSORATORIUM VON JOHANN SEBASTIAN BACH
Am 4. Adventssonntag fand in der mit über 700 Besuchern voll besetzten Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt, die von vielen mit Freude erwartete Aufführung des berühmten Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach unter der fachkundigen Leitung unseres Kirchenmusikers Jürgen Geiger statt. In herrlichen Kantaten hat Bach in Anlehnung an das Lukas-Evangelium das Ereignis der Menschwerdung Christi vertont.
Wie Stadtpfarrer Ulrich Lindl in seiner Begrüßung betonte, wurde dieses Werk früher erst zu den Weihnachtsfeiertagen aufgeführt, doch passe es auch wunderbar in die Adventszeit, da die Musik die Sprache sei, die unser Herz berührt und uns Weihnachten nahe bringt.
In zwei besinnlichen Stunden lauschten die von der Musik hingerissenen Zuhörer den Kantaten 1 bis 3. Dank der engagierten Probenarbeit und der fundierten Vorbereitung durch Jürgen Geiger, wurden die Choräle, insbesondere auch die fugierten Eingangschöre vom Oratorienchor Mariae Himmelfahrt (die Sänger und Sängerinnen sind zumeist Mitglieder des Kirchenchors Mariae Himmelfahrt) sicher und überzeugend gemeistert. Die instrumentale Begleitung übernahm das exzellente Con-Brio Kammerorchester München. Besondere Höhepunkte waren die solistischen Passagen, die von vier herausragenden Künstlern gestaltet wurden. So sang Mechthild Maria Kiendl mit offenem, klarem Sopran die Rolle des Verkündigungsengels. Im Alt sprang - für die leider erkrankte Weilheimer Sängerin Barbara Wandinger - kurzfristig Stefanie Irányi ein, deren warmer, samtiger Klang die Zuhörer in ihren Bann zog. Die schöne Tenorstimme von Robert Sellier brachte die rezitativen Passagen klar verständlich zum Ausdruck. Werner Rollenmüller glänzte mit wunderbar klangvollem Bass. Das begeisterte Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus für dieses beeindruckende Musikerlebnis.
Beim anschließenden Imbiss im Pfarrheim Miteinander erhielten die Mitwirkenden und Jürgen Geiger viele positive Rückmeldungen, verbunden mit dem Wunsch, doch öfters solch großartige geistliche Konzerte in Weilheim anzubieten.
Am zweiten Samstag nach den Ferien traf sich der Elternbeirat des Kindergartens St. Anna, um mit Hilfe einiger engagierter Eltern den lange geplanten Barfusspfad anzulegen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist ein Pfad mit 5 verschiedenen Abschnitten entstanden. Die bisherigen Balancierstangen wurden in den Barfusspfad integriert. So können die Kinder jetzt von den Balancierstangen über einige grosse Steine den Barfusspfad erreichen.
Vom Kindergarten mit Kaffee, Kuchen und Pizza versorgt, ist so ein Barfusspfad entstanden, der sich sehen lassen kann und den Kindern viele Sinneseindrücke vermittelt. Die feierliche Einweihung des Barfusspfades soll demnächst vorgenommen werden.
Weitere Informationen und Bilder finden Sie auch auf der Homepage des St. Anna-Kindergartens unter dem Elternbeirat
http://www.st-anna-kindergarten.de/elternbeirat.html

Zu unserer Bildungsfahrt am 15. September nach Donauwörth und dem Dehner Blumen Park in Rain am Lech, hatten sich heuer 49 Frauen angemeldet.
Bei schönem herbstlichen Wetter ging die Fahrt über Landsberg und Augsburg nach Donauwörth. Mit einer Stadtführerin spazierten wir durch die schöne Altstadt zur Kloster- und Wallfahrtskirche „Heilig Kreuz“ vorbei am Färbertörl, dem Rieder Tor u. über die Reichstraße zum Gotischen Liebfrauenmünster. Zwischendurch erfuhren wir vieles über die Entstehung u. die Geschichte der Stadt bis in die heutige Zeit.
Nach dem Mittagessen besuchten wir das Käthe Kruse Museum. Man müßte noch mal Kind sein, wenn man die vielen Puppen und Puppenstuben sieht. Wir erhielten auch eine Einführung über das Leben von Käthe Kruse u. den Grund für die Entstehung ihrer Puppen.
Weiter ging die Fahrt zum Dehner Blumen Park in Rain am Lech. Hier konnte sich jeder die Blumen -pracht im riesigen Park und den Fachgeschäften anschauen und Anregungen für die Gestaltung im eigen Garten sammeln.
Es war auch Gelegenheit für eine Pause im hauseigenen Gartencafe. Nach einem wunderschönen, erlebnisreichen Tag fuhren wir mit unserem bewährten Busfahrer Bernhard Decker wieder zurück nach Unterhausen.
Unseren Reiseleiterinnen Traudl Heinrich, Hildegart Rill u. Maria Schüss herzlichen Dank für das ausgesuchte Ziel, und die gute Organisation der Fahrt
Otti Müller
Weilheimer Pilgerfahrt nach Lourdes 8.-12.9.11
Endlich war es soweit – nach langen Vorbereitungen flogen 55 Weilheimer unter Leitung von Herrn Stadtpfarrer Dr. Lindl am Donnerstag erwartungsvoll nach Lourdes. Strahlender Sonnenschein, südliche Wärme und eine wunderbare Sicht auf die Pyrenäen erwarteten uns in der Pilgerstadt. Angekommen an unserem Ziel besuchten wir die nur wenige Minuten von unserem Hotel entfernte „La Grotta“, dem Hauptziel unserer Reise.
Diese liegt im „Heiligen Bezirk“, eine auto- und geschäftsfreie Zone rund um die Wallfahrtsstätte. Den Mittelpunkt bildet ein riesiger Platz, eingerahmt von einer dreistöckigen Basilika mit weit ausladenden Arkaden. Am Ende befindet sich, umgeben von einem Blumenmeer, die Rosenkranz-Marienstatue. Von hier führt der Weg weiter zu dem eigentlichen Heiligtum, dem Gebetsplatz mit der Grotte. Wie alle anderen auch reihten wir uns geduldig betend und singend in die Schlange der Pilger ein. Mit der Bitte um Beistand betasteten wir andachtsvoll den gesegneten Fels der Grotte, der schon glatt und abgewetzt ist von den vielen Berührungen. Vorbei an der eingefassten Quelle, aus der das heilige Wunderwasser von Lourdes entspringt, zogen wir weiter zum Gnadenbild der heiligen Jungfrau. Hier war es ruhig, man hielt inne und kam ein wenig zu sich.
Jedem Pilger ist es hier vergönnt, seine Anliegen vorzubringen und auf die Gnade der Hl. Maria zu vertrauen. Ein Ausharren ist hier nicht; wegen der vielen Pilger mussten wir weitergehen und durften erst wieder auf dem Gebetsplatz stehen bleiben. Hier konnten wir nochmals die Gedanken sammeln und in Ruhe ein Gebet verrichten. Uns beeindruckte dieser Ort sehr und täglich führte uns unser Weg hierher.
Jeden Abend nahmen wir an der Lichterprozession teil. Zahlreiche Pilger und Pilgergruppen versammelten sich, Kolonnen von Rollstuhlfahrern mit ihren ehrenamtlich tätigen Begleitern bevölkerten den Rosenkranzplatz. Der Gesang „Ave Maria“ und „Hallelujah“ wehte über allem, und alles war wohltuend geordnet. Viele trugen Kerzen und Blumen zu den heiligen Stätten und beteten den Rosenkranz - denn das ist die eigentliche Botschaft von Lourdes: Betet, betet den Rosenkranz – Ave Maria. Das Endziel war die Krypta mit dem Segen.
Einen besonderen Höhepunkt unserer Reise bildete am Sonntag die internationale Messe, an welcher unser Stadtpfarrer sowie fünf Weilheimer Ministranten aktiv teilnahmen.
In der verbliebenen freien Zeit besichtigten wir die Stadt Lourdes und wandelten auf den Spuren der Hl. Bernadette, der im Jahre 1858 18 mal die Mutter Gottes erschienen war. Wir sahen die Mühle, in der sie aufwuchs und die armselige Behausung ihrer Eltern, die heute ein kleines Museum ist. Es gab Gelegenheit zu einem Ausflug an die Küste nach Biarritz und in die Pyrenäen. Dr. Lindl führte uns zum Kalvarienberg und betete den Kreuzweg, dessen 14 Stationen mit lebensgroßen Figuren geschmückt waren. Mit einem Abschlussgottesdienst beendeten wir am Montag unsere Pilgerfahrt und kamen glücklich wieder in Weilheim an.

Lydia Schweiger
5 TAGE DIE VERBINDEN! Vom 8. bis 12. Juli war der Konzertchor aus dem Osttschechischen Jägerndorf (Krnov) auf Einladung des Kirchenchores "Mariae Himmelfahrt" zu Besuch in Weilheim.
Die jungen Sängerinnen und Sänger waren bei Gastfamilien untergebracht und es erwartete sie ein abwechslungsreiches, musikalisches aber auch unternehmungsfreudiges Programm.
Ein Besuch auf dem Hohen Peißenberg, eine Wanderung nach Andechs, ein Sprung in den Ammersee und ein Abendgottesdienst in Starnberg. Und als Höhepunkt der große Festgottesdienst anlässlich der Nachprimiz von Michael Kammerlander und Konrad Bestle, den beide Chöre gemeinsam musikalisch gestalteten.
Am Sonntagabend fanden sich 400 Besucher in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt ein, um das hochmusikalische Konzert des Jägerndorfer Chores zu hören. Und bei allem immer wieder das gesellige Zusammensein am Abend beim Ausklang, natürlich immer auch mit Musik. Eine gelungene erste Begegnung, und hoffentlich auf ein frohes Wiedersehen!

Vom 2.6. bis 5.6.2011 fand in Weilheim das Bundesvolleyballturnier der KjG Weilheim statt. Rund 300 Teilnehmer aus ganz Deutschland reisten extra an um hier Leute zu treffen, zu feiern und natürlich Volleyball zu spielen. Bis aus Hamburg machten sich die KjGler auf die Reise. Als Belohnung dafür war sehr viel geboten. Am Freitag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, am sogenannten Bayernpackage teilzunehmen, also entweder nach München zu fahren und dort eine Sightseeing- Tour zu machen, oder gemütlich mit einem Boot über die Isar zu tuckern.
Abends wurde dann eine musikalische Gestaltung der Extraklasse geboten. Es traten drei verschiedene Bands auf: Kirchwegmusi, zwei ehemalige Leiter (Martin Messner, Julian Herzog) und als Höhepunkt „Floque and Roque“. Samstags fanden tagsüber die Vorrundenspiele statt und abends waren ein Gottesdienst mit Benjamin Beck und eine große BVT- Party geplant. Als allerdings völlig unerwartet zwei große Gewitterfronten direkt über dem BVT-Gelände in Unterhausen aufeinander trafen und ein orkanartiges Gewitter entstand, war kein Zelt mehr sicher. Der Gottesdienst musste abgebrochen werden. Aufgrund von Hagel, Regen und über alle Maßen starkem Wind musste der Zeltplatz und das BVT- Gelände in Unterhausen evakuiert werden. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlichst bei der Pfarrei Mariae Himmelfahrt, die uns das "Haus der Begegnung" als Unterschlupf zur Verfügung stellte.
Unser Dank gilt auch Herrn Roland Schwalb und Herrn Ingo Remesch, die uns beim Unwetter mit Rat und Tat zur Seite standen. Trotz Katastrophenzustand waren die KjGler munter und feierten. Am Sonntag konnten dann die Finalspiele fortgeführt werden. Die KjG München- Freising siegte im Finale gegen die KjG Kempten. Weilheim belegte die Plätze 3, 5, 10 und 12. Letztendlich fand zum Abschluss die Siegerehrung mit dem Schirmherrn Dr. Otto Wiesheu statt und die Teilnehmer reisten ab. Die KjG Weilheim organisierte zum ersten mal eine Veranstaltung von solcher Größe und meisterte diese Aufgabe mit Bravour.
Etwa 30 Jugendliche aus unserer Pfarreiengemeinschaft Weilheim machen sich Mitte August auf den Weg nach Spanien. Dort nehmen sie um am Weltjugendtag teil, werden zusammen mit Papst Benedikt den Glauben vertiefen und Christen anderer Länder kennenlernen. Zur Einstimmung feiern wir am Sonntag, den 7. August 2011, um 19.00 Uhr ein Gottesdienst in Mariä Himmelfahrt. So kann auch derjenige, der leider nicht mitfahren kann, an der Vorfreude auf dieses Fest des Glaubens teilnehmen.
Benjamin Beck
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