Ein Ereignis mit Seltenheitswert war am 1. Mai in unserer Stadtpfarrkirche „Mariae Himmelfahrt“ zu erleben: Zum ersten Mal fand in Weilheim eine Diakonenweihe statt.
Normalerweise findet die Weihe in Augsburg in der Basilika St. Ulrich und Afra an den Gräbern unserer Bistumspatrone statt. Da dort aber gerade Renovierungsarbeiten vorgenommen werden, wählte die Leitung des Priesterseminars unsere Stadtpfarrkirche „Mariae Himmelfahrt“ als diesjährigen Weiheort .
Neben Konrad Maria Bestle, der seit September in Weilheim als Praktikant mithalf, konnte Weihbischof Anton Losinger den 33-jährigen Tobias Brantl zum Diakon weihen. Viele Mitglieder unserer Pfarreiengemeinschaft waren neben den Familien, Verwandten und Freunden der Weihekandidaten gekommen, um diesen bewegenden Tag zu mitzufeiern.
Kirchenmusiker Jürgen Geiger hatte zusammen mit dem Kirchenchor, einem Bläserensemble und Sopranistin Astrid Lazar einen musikalisch-festlichen Rahmen vorbereitet. Am Beginn begleitete die Stadtkapelle den Zug in die Kirche.
In der Predigt bezeichnete der Weihbischof die Diakonenweihe als ein „Zeichen der Hoffnung“ und sprach den beiden Anwärtern Mut auf ihrem weiteren Weg zu. Zur Weihe legte Losinger den beiden Kandidaten schweigend die Hände auf als Zeichen der Beauftragung und Mitteilung des Heiligen Geistes, dann folgte das gesungene Weihegebet. Danach bekam Konrad Bestle von Stadtpfarrer Ulrich Lindl das Gewand des Diakons – Stola und Dalmatik – angelegt.
Außerdem legte Weihbischof Losinger den Kandidaten zur Verdeutlichung ihres neuen Dienstes das Evangelium in die Hände mit den Worten:
"Empfange das Evangelium Christi: Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was du liest, das ergreife im Glauben; was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben."
Der festliche Gottesdienst schloss mit einer Prozession zur Mariensäule auf dem Marienplatz. Bei herrlichem Wetter konnte gemeinsam der „Patrona Bavariae – Maria, Schutzfrau von Bayern“ gedankt und die Bayernhymne gesungen werden.
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