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Ab dem 1. Advent, dem Beginn des neuen Kirchenjahres, werden die Glocken unserer Stadtpfarr- kirche Mariae Himmelfahrt in Weilheim nach einer neuen Läutordnung geläutet.

Die Glocken begleiten die Bürger unserer Stadt von der Taufe bis zum Tod und sind aus unserer Kultur nicht wegzudenken. Wie wir alle wissen, wurden die Glocken geweiht, um den Segen Gottes für den Dienst der Glocken zu erbeten. Sie wurden gleichsam mit einem Namen getauft.

Die größte Glocke trägt den Namen unserer Stadtpatronin, der Jungfrau Maria, die zweite ist die Gebetsglocke, die dritte die Auferstehungsglocke, die vierte die Franziskusglocke, die fünfte die Pater-Rupert-Mayer Glocke und die sechste die St.-   Benno Glocke.

Die größte Glocke ist den allerhöchsten Festen im Jahreskreis vorbehalten. Außerdem läutet sie auch am Donnerstag, zum Gedenken der Todesangst Christi am Ölberg nach dem Angelus am Abend. Am Freitag wird sie gleich zweimal zu hören sein, zum ersten Mal beim sog. "Meisterschreck" um 11:00 Uhr, bei dem die Meister früher daran erinnert wurden, dass in Kürze der Lohn ausbezahlt werden muss. mh1

Kirchlich zeigt uns das Läuten den Beginn der Leiden Christi an. Am Nachmittag um 15:00 Uhr wird sie uns an die Todesstunde unseres Herrn, Jesus Christus, erinnern.

Zum Gebetsläuten am Mittag um 12:00 Uhr ertönt die zweitgrößte Glocke, die Gebetsglocke. Am Morgen um 7:00 Uhr läutet die vierte Glocke, die dem Heiligen Franziskus geweiht ist.

Die drittgrößte Glocke ist der Auferstehung unseres Herrn geweiht. Sie läutet jeden Tag, außer am Donnerstag, zum Gedenken der Verstorbenen nach dem abendlichen Gebetsläuten und wird uns, wenn sie nach der Pfarrmesse läutet, anzeigen, dass ein Mitglied unserer Gemeinde gestorben ist.

Hochfeste werden am Vortag um 15:00 Uhr eingeläutet. Am Fest selbst läuten dann alle Glocken gemeinsam.

Hier richtet sich das Läuten jeweils danach, ob es ein Hochfest, ein Fest oder ein Sonntag ist. Bei Festen und an Sonntagen während des Jahres wird die Marienglocke nicht mehr mitläuten. Ebenso wird zur Heiligen Wandlung prinzipiell die zweite Glocke läuten.
An Marienfesten erklingen die Marienglocke, die Gebetsglocke und die Auferstehungsglocke als mächtiger Glockenchor.

Eine Reduzierung des Geläuts wird es in der Adventszeit sowie in der Fastenzeit geben, um uns auch durch die Glocken an diese Zeit des Fastens zu erinnern.

Zu dieser Zeit werden auch am Sonntag nur die fünfte, vierte und dritte Glocke zum Gottesdienst rufen. Einzig zur Wandlung, die zu jeder Zeit die gleiche Wertigkeit hat, wird die zweitgrößte Glocke erschallen. Künftig wird es auch ein Läuten beim Wettersegen mit der Franziskusglocke geben.

Mögen uns unsere Glocken noch lange durch eine friedliche Zeit geleiten und mit uns die freudigen, aber auch die traurigen Momente teilen.

Michael Engel