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Selbst Stehplätze waren knapp am Sonntagvormittag in der festlich geschmückten Unterhauser Pfarrkirche Mariae Heimsuchung.

Denn dort wurde ein neuer Altar und ein neuer Ambo gesegnet, was ein großes Ereignis für die Pfarrgemeinde und das ganze Dorf war. Und in das Dorf müsse auch ausstrahlen, was am Altar gefeiert werde, sagte Johannes Eckert, der Abt der Klöster Andechs und St. Bonifaz in München.

In dem gut 1 1/2-stündigen Gottesdienst wurde deutlich, wie vielfältig sich die Unterhauser Christen um den neuen Altar einbringen wollen:

  • Ein Bläserquintett spielte festlich zum Ein- und Auszug,
  • der Kirchenchor sang zur Orgel aus einer traditionellen Messe und
  • der Singkreis zu Gitarre und Querflöte neue geistliche Lieder.

Nachdem Abt Eckert den Altar feierlich gesegnet hatte, brachten  Vertreter der Pfarrgemeinde  eine festlich weiße Altardecke, das Kreuz, Blumen und Kerze, Brot und Wein beim Gabengang zum Altar. Für Stadtpfarrer Dr. Ulrich Lindl ist der Altar „der wichtigste Tisch von Unterhausen. Von hier aus spricht Jesus uns an.“

An dem vom Müncher Bildhauer Prof. Josef A. Henselmann gestalteten Altar und Ambo lobte Pfarrer Lindl, dass er nicht ablenke: „Der Altar sammelt in der Mitte und er strahlt aus“. Von dieser neuen Mitte der Kirche möge Segen ausgehen, der uns erreicht in der Mitte des Lebens.

Am Hauptaltar wurden vom Unterhauser Schreiner Anton Reiser in kürzester Zeit, noch passend zum neuen Altar, wunderschöne neue Eichenholzstufen gefertigt.  Am Tag der Einweihung jedenfalls war der Gottesdienst in Unterhausen nicht mit der Messe vorbei. Im Anschluss waren etwa 140 Besucher zum Stehempfang im Sportheim geladen – wo auch gemeinsam zu Mittag gegessen wurde.

Alois Goldhofer, Unterhausen