BISCHOF KONRAD BESUCHT „ST. PÖLTEN“ UND ERÖFFNET DIE AGATHAKAPELLE
Ein strahlendes Fest des Glaubens zum 500-jährigen Jubiläum der Agathakapelle. Nach Monaten der Renovierung wurde das spätgotische Gotteshaus wiedereröffnet. Zu diesem feierlichen Anlass konnten die Weilheimer Katholiken ihren neuen Bischof Dr. Konrad Zdarsa begrüßen. Bereits bei seiner Ankunft in Weilheim wurde Bischof Konrad vom Klang der Weilheimer Glocken und den Tönen der Stadtkapelle auf dem Pöltner Kirchhof begrüßt. Danach bereiteten Stadtpfarrer Dr.
Ulrich Lindl zusammen mit einem frohen Willkommenslied der Kindergartenkinder einen herzlichen Empfang.
Im Festgottesdienst erlebten die Gläubigen einen Bischof der klaren Worte. Er ermunterte in seiner Predigt zu einem neuen „Energiebewusstsein“. Gott sei die Glaubenskraft und eigentliche Energiequelle unseres Tuns, darum dürfe nicht das Menschenmachbare in den Vordergrund treten, sondern das Wirken Gottes in dieser Welt. Dafür müsse der Christ von
heute transparent bleiben. Bischof Konrad lud die Gläubigen ein, Gott durscheinen zu lassen in ihrem Leben, ihn ausstrahlen zu lassen hinein in die Welt. Im Anschluss an den von festlicher Chor- und Bläsermusik gestalteten Gottesdienst eröffnete der Bischof die 1511 erbaute Agathakapelle. Sie erhebt sich auf dem ältesten Siedlungsteil Weilheims.
Auch der Glaube hat hier bei "St. Pölten" seine ältesten Wurzeln. Die Verehrung des Pfarrpatrons von "St.
Pölten" des Heiligen Hippolyt reicht bis in die Mitte des 8. Jahrhunderts zurück. Nach der Segnung der Kapelle und des Taufsteins wurde mit der Segnung der Agathabrote auch eine alte Tradition wieder aufgegriffen. Zusammen mit einem Segnungsgebet sollen sie auf die Fürsprache dieser frühchristlichen Märtyrerin vor Feuersgefahr bewahren.
Im Goldenen Buch der Stadt Weilheim verewigte sich der Augsburger Bischof mit seinem Wahlspruch "Denn Er ist unser Friede". Seinen Dank für den festlichen Tag verband er mit seinen Segenswünschen für die Menschen in Weilheim.
Zu einer lebendigen Begegnung im Pfarrheim "Miteinander" kamen im Anschluss viele Gemeindemitglieder zusammen. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden stellten das vielfältige Leben in der Pfarreiengemeinschaft vor. Die Jugend des Weilheimer Heimat- und Trachtenvereins führte bayerische Tänze auf. In vielen Gesprächen erlebten die Weilheimer einen zugewandten und herzlichen Bischof zum Anfassen.
Mit viel Anerkennung lobte Bischof Konrad die Maßnahmen, die zum Erhalt der vielen Gotteshäuser durchgeführt werden. Noch mehr müsse uns aber "die Renovierung der Herzen" bewegen.
Der strahlende Tag klang mit einer musikalischen Abendandacht in der Agathakapelle aus, die den ganzen Nachmittag
über von Besuchern besichtigt werden konnte. In Zukunft wird, so Stadtpfarrer Urich Lindl, die Agathakapelle als Ort der Taufe und für Andachten und musikalische Gottesdienstfeiern Verwendung finden.
Diakon Konrad Bestle
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