Alle 50 Teilnehmer können von einer wunderbaren Krippenfahrt ins mittelschwäbische Krumbach erzählen. Dank der reibungslosen Organisation durch unseren Kaplan Andreas Demel mit örtlicher Unterstützung seines Vaters, erlebten wir einen außergewöhnlichen Tag.
Da ja jede Region eine etwas andere Darstellungsweise der Krippen hat, waren die besuchten Krippen äußerst interessant. In dieser schwäbischen Gegend werden vor allem sogenannte Simultankrippen gezeigt, das heißt, möglichst viele Szenen und Situationen aus dem Leben Jesu (oder auch aus dem Alten Testament) sind in einer großen Krippe gleichzeitig aufgestellt. (Z.B. Mariae Verkündigung, Herbergsuche, Verkündigung an die Hirten, Anbetung der Hirten, Anbetung der Könige, Flucht nach Ägypten, Kindermord, der zwölfjährige Jesus im Tempel, die Taufe Jesu und die Hochzeit zu Kanaa).
Die meisten Figuren wurden von einheimischen Schnitzern zum Teil bis vor dem 1. Weltkrieg geschaffen. Die Söhne oder Enkel bauen die Krippen dann jedes Jahr neu auf, und das meist in der Wohnung, oft in der Küche oder im Wohnzimmer. Eine besonders schöne Geste der dortigen "Krippeler" ist, dass sie interessierte Besucher in ihre Privathäuser einlassen. Selbst wenn da 50 Personen in der Wohnung sind, konnte man eine besondere Atmosphäre spüren. Die Begeisterung über die gezeigten, meist recht großen Krippen wurde noch unterstrichen durch die Freude der Eigentümer und unserem großen Interesse auch für Einzelheiten. Die Eigentümer der Krippen erzählten uns auch Details über die Entstehung ihrer Krippen, wie lange sie zum Auf- und Abbauen brauchen und wie sie in der Krippenzeit ihr Leben etwas einschränken müssen.
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