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In neuem Glanz erstrahlt die Antoniuskapelle im Haus der Begegnung. In einer Maiandacht dankte Pfarrer Ulrich Lindl allen, die bei der Renovierung mitgeholfen hatten und vor allem den Beterinnen und Betern, die dieses kleine Gotteshaus mit ihrem Gebet füllen.
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Gedanken zum Kirchenbau von Architekt Hans StrobelVergleichende Voruntersuchungen hatten ergeben, dass der neue Raumbedarf der Kirchengemeinde am besten mit einem Neubau auf dem vorhandenen Grundstück im Anschluss an die alte Kirche mit Turm, Pfarrhaus und Kapelle befriedigt werden konnte. Ein ähnlich günstiges Gelände wäre auch mit hohen Mitteln nicht zu beschaffen gewesen. Die weitere Mitbenützung der alten Bauobjekte ersparte neue und verbürgte die sonst nur zur Last fallende Erhaltung und Pflege dieser Baudenkmäler und die Weiterführung der Traditionen dieser ältesten Stätte christlicher Kultur Weilheims. In Erkenntnis dieser Vorteile hat sich der Pfarrherr verantwortungsbewusst und verdienstvoll für das optimale Ziel eingesetzt…. und schließlich auch die Genehmigung und Hilfe seines Bischofs und Ordinariats erhalten. Dem Architekten stellte sich damit die gegenüber unabhängigen Projekten ungleich schwierigere Aufgabe, ein neues, wesentlich größeres Raumprogramm in nächster Nähe zur reizvollen Altbaugruppe auf dem beschränkten Gelände des ehemaligen Friedhofs und einer nur geringfügig erhältlichen Erweiterung einfügen zu müssen. Die erforderlichen Rücksichtnahmen denkmalspflegerischer und städtebaulicher Natur – nämlich auf ein unverändertes Straßenbild von Osten her und auf eine sorgsam abgestimmte Baugruppe im freieingesehenen Stadtbild von Süden und Westen her – erlaubten also keineswegs die im Kirchenbau heute sonst so weitgehende Gestaltungsfreiheit, sondern ergaben schwerwiegende Bindungen, deren Einmaligkeit aber den Architekten besonders reizte… Das Programm verlangte einen Raum für 400 Sitzplätze möglichst zentralisierter Anordnung und die unabhängige Weiterbenutzungsmöglichkeit des Altbaus als Werktagskirche. Eine Verlängerung des alten Kirchenquerschnittes konnte aus diesen, wie aus proportionalen Gründen nicht in Frage kommen. Eine selbständige Stellung der neuen Kirche neben die alte schied wegen ungünstiger Überschneidungen und Mangel an Platz aus. Dieser bot sich allein in Verlängerung der alten Kirchenachse nach Westen, doch so sparsam, dass nur unmittelbar angebaut werden konnte ohne ein Distanz schaffendes Mittelglied.
Da die alte Traufhöhe des nur 8 Meter breiten alten Kirchenschiffes für den Neubau bindend war, aber für dessen Durchmesser von 25 Metern doch eine zu gering erscheinende Raumhöhe ergeben hätte, wurde das neue Kirchenpflaster, dem fallenden Gelände entsprechend, um 60 cm gesenkt und, um den Raum optisch höher erscheinen zu lassen, als er tatsächlich ist, eine starke Betonung der Senkrechten mit schlanken Pfeilern und eine kegelförmige Erhöhung der Deckenmitte vorgenommen. Der Ort des Altares liegt vor der apsidenartig ausgebuchteten Raumnische, betont nach innen und außen durch ein Radfenster, dessen spektralfarbene Speichen um das allvereinende Weiß in ihrer Lichtnabe kreisen. - Doch sondert sich der Altar nicht nach historischer Art in einem Presbyterium vom Laienraume ab, sondern wird vor dem, nicht kreisförmig – selbständigen, doch elliptisch -anschließenden Hintergrund durch einen Stufenvorbau hineingehoben in den Kreis der Gemeinde…Sinnentsprechend wurde bei vorliegendem Bau die Gemeinschaft im Kreisraum zusammengeschlossen, doch dem Geschehen am Altar und der Predigt zugewendet. Die Fenstergruppen sind über dem horizontalen Stahlbetongürtel, der die Ringspannungen des Rauzylinders aufnimmt und die Gemeinde sichtbar umschließt, empor gerückt und spenden reiches Licht in den tiefen Raum, während darunter die Zwischenfelder geschlossen sind und dem Beter Sammlung und Geborgenheit vermitteln. Nach außen hin, vor allem mit der bastionsartig umwehrten Terrasse (über den tieferliegenden Weidewiesen) wirkt die Kirche als eine Burg des Glaubens, die Kraft ausstrahlen möchte in die Gegenwart und Zukunft…. Die Rundkirche ist ein ausgefachter Stahlbeton-Skelettbau mit unbehandelt ausgeschalten, glatten Sichtflächen. Zum ersten Mal für Bayern wurden bei diesem Stahlbetonhochbau alle Konstruktionen, auch schlankste Stützen und Spannringe dichtester Bewehrung aus „Blähton“ statt Kies hergestellt. Dieses neue, bisher noch nicht zugelassene Verfahren wurde erstmals ausnahmsweise aufgrund von Probewürfelprüfungen der Technischen Hochschule von der Obersten Baubehörde genehmigt. …
Eine seltene und meisterliche Ausführung verlangte auch der runde, kegelförmig überhöhte Holzdachstuhl von 25 Meter Spannweite. Die Eindeckung mit Eternitschindeln kleinen Formats in angeschmiegten Lagen ist eine mustergültige Dachdeckerleistung, die untergehängte Sichtschalung aus konisch in Ringen der Kegelform angepassten, astfreien Oregonbrettern eine Präzisionsarbeit des Zimmerers. Die Fensterkonstruktion besteht aus rostsicher spritzverzinkten und lackierten Vierkant-Stahlrohen und ihre Verglasung aus mundgeblasenen Echtantikgläsern verschiedener Grautonstufen zur Minderung der Blendung. Für die bildhauerische Ausgestaltung von Altartisch, Ambo, Priestersesseln, Apostelleuchten, Weihwasserkesseln sorgte der vom Ordinariat Augsburg beauftragte Bildhauer Koller, München. Das keramische Kreuz gegenüber der Altarseite, eine Stiftung, ist ein Werk des Kunst- und Kirchenmalers Peltzer, Söcking. Die von der Kirchengemeinde - neben Vielem anderen - selbstbeschafften Orgeln sind gebaut von Guido Nenninger, München. Die Nischenkapelle auf dem Kirchenvorplatz, in der das barocke Schnitzbild des Heilands an der Geiselsäule wieder Aufstellung fand, wurde von der Baufirma gestiftet…. |
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Nur so gelang es, die äußerste Schlankheit der 24 Pfeilerstützen von 9 Meter Höhe und nur 20 cm Breite zu erreichen, die für die Raumwirkung wichtig war.